E.ON SE (EOAN)

Hallo, heute gibt es meine nächste Aktienidee in meinem Blog! Heute geht es mit der E.ON SE oder kurz einfach nur EON wieder um ein Versorgungsunternehmen. Hier sieht die Situation aber dennoch sehr anders aus als bei RWE.

Wie immer hier nochmal der Hinweis, dass dieser Artikel keine Anlageberatung oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren ist. Ich Stelle hier lediglich meine Meinung dar und präsentiere meine Analyse der Aktuellen Situation. Was ihr mit den Dargestellten Informationen für Entscheidungen trefft ist ganz alleine eure Sache. Ich werde natürlich aber auch dazu sagen welche Entscheidung ich für mich getroffen habe.

Wenn nicht ganz klar ist warum ich mir bestimmte Kennzahlen angucke und was sie bedeuten lies meinen Artikel zum Thema wie bewerte ich Aktien? .

So viel dazu, kommen wir zum interessanten Teil.

E.ON SE

Die E.ON SE ist als Energieunternehmen in Deutschland, Großbritannien, Schweden, dem übrigen Europa und international tätig. Das Unternehmen bietet Strom- und Gasverteilungsnetze und damit verbundene Dienstleistungen an. und liefert Energielösungen wie Strom, Gas und Wärme an Privatkunden, kleine und mittlere Unternehmen, große gewerbliche und industrielle Kunden sowie öffentliche Einrichtungen. Es bietet auch Lösungen für Energieberatung, -management, -effizienz und -produktion. Wärmepumpen- und Energiespeicherlösungen; Messdienste; Elektromobilitätsdienste für Gemeinden; und Erdgasmobilitätslösungen für Kommunen und Fahrzeugflotten sowie Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungs-, erneuerbaren und Biomasseanlagen. Darüber hinaus bietet es SmartSim, eine digitale Lösung für Gasnetze. Lösungen zur Verfolgung der Gasqualität; GasPro, ein mobiler Gasprobensammler; und GasCalc, eine Software, die Erdgase, LNG und Biogaseigenschaften sowie Sonnenkollektoren und Batterien berechnet. Das Unternehmen wurde 1923 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Essen.

Der Chart von EON geht jetzt auch nicht unbedingt von links unten nach rechts oben. Seit einiger Zeit bewegt sich der Kurs von EON eher seitwärts. EON konzentriert sich nicht auf Energiegewinnung sondern eher auf die Bereiche Vertrieb und Netze. Um das zu verstehen müssen wir uns einmal angucken wie sich der Strompreis grob zusammensetzt.
Von dem Strompreis von ca. 30 Cent pro Kilowattstunde entfallen mehr als die Hälfte auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Ein Viertel des Endpreises ist das Nutzungsentgeld für die Stromnetze, das aber staatlich reguliert ist. Hier wurde in den vergangenen Jahren die eigentlich garantierte Rendite gekürzt. Das letzte viertel entfällt auf Energiegewinnung und Vertrieb in den Konzernen.
Vor ca. 2 Jahren dann fand einer der „kreativsten Deals der deutschen Wirtschaftsgeschichte“ (Johannes Teyssen – E.ON CEO) statt. Die beiden Versorger vereinbarten Teile ihrer Geschäfte zusammenzulegen und zu tauschen. Eon bekommt die Netze und das Endkundengeschäft der RWE Tochter Innogy und RWE erhält dafür im Gegenzug das gesamte Geschäft der erneuerbaren Energien von Innogy und Eon. Im Zuge dieses Deals hat sich die Kundenzahl von EON in Deutschland mehr als verdoppelt.
Man arbeitet aktuell hier noch an der Integration von Innogy. Nach dieser Transaktion wir EON der erste europäische Player mit einem ausschließlichen Fokus auf regionale, betriebliche und private Kunden sein. Zukunftschancen bieten hier im Zuge der Digitalisierung zum Beispiel Intelligente Stromzähler.

Mit einer Marktkapitalisierung von ca 18 Milliarden Euro ist die RWE AG unter den ca. 300 Erzeugern und 1150 Lieferanten eine der größten. Genauer gesagt ist sie teil der großen Vier, das sind die vier Umsatzstärksten Energieversorgungsunternehmen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Diese vier Unternehmen beherrschen etwa 80% des deutschen Strommarktes.

Die Gewinne von EON in den letzten Jahren ansehen ist wenig hilfreich, da es hier um ein Unternehmen im Umbruch geht. Hier wird sich also einiges ändern.

Dividendenzahlungen der E.ON SE

Als nächstes sehen wir uns auch hier die für mich als Dividendensammler interessante Dividendenhistorie an. Auch für nicht Dividenden orientierte Anleger kann sie ein guter Indikator für die Finanzielle Gesundheit des Unternehmens sein.

Hier sieht man etwas was bei amerikanischen Aktien deutlich seltener ist als bei deutschen Aktien. Die Dividendenzahlungen sind hier weder besonders konstant noch wachsen sie stetig. Das liegt hier aber eher an der anderen Dividendenkultur. Wenn keine Gewinne da sind kann die Dividende gekürzt oder ausgesetzt werden, was der Firma deutlich mehr Flexibilität gibt.

Die Dividendenredite ist mit ca. 4,5% auf jeden Fall in Ordnung für das relativ sichere Netzgeschäft.

Dividendensteigerungen beziehungsweise Kürzungen sind hier eher schwer vorherzusagen.

Aktuelle und historische Schuldensituation

Als nächstes sehen wir uns den Verschuldungsgrad von EON an. Dazu vergleichen wir die Langzeitschulden mit dem Eigenkaptial in dem sogenannten Debt/Equity Ratio. Die Langzeitschulden von EON haben sich hier 2018 nahezu verdoppelt. Das liegt hauptsächlich an der Aufnahme der Innogy Teile.

Das Current Ratio gibt das Verhältnis von kurzfristigen Schulden zur Liquidität des Unternehmens an. Hier ist typischerweise ein Verhältnis, dass ungefähr dem Rest der Branche entspricht oder etwas höher ist akzeptabel. Wenn das Current Ratio sehr niedrig ist, kann das bedeuten, dass die Firma finanzielle Schwierigkeiten hat.

Das relativ niedrige Current Ratio gibt mir hier aber keinen Grund zur Besorgnis.

Bewertung im historischen Kontext

Den Aktienkurs mit einem historischen Aktienkurs oder einem historischen Verhältnis von Aktienkurs zu Gewinnen pro Aktien zu vergleichen macht hier aufgrund der Gewinn beziehungsweise Verlust Situation in den letzten Jahren wenig Sinn. Das KGV von rund 15 ist allerdings hier deutlich niedriger als bei RWE.

Fazit

Bei EON handelt es sich um ein Versorgungsunternehmen, das aktuell im Umbruch ist. Hier wird die Transaktion mit RWE noch verdaut. Daraus entsteht aber ein Versorgungsunternehmen mit einem der größten Verteilnetz in Europa, das acht Länder umfasst.
Der Umsatz von EON ist in diesem Jahr mit dem Erwerb der Innogy Teile von rund 30 Milliarden Euro auf 40 Milliarden Euro gestiegen. Wie die Entwicklung hier weiter geht und wie sich die Marge ändert wird sich zeigen. In einer digitalisierten Welt, in der Kundendaten einen unschätzbaren Wert haben positioniert EON sich hiermit aber sicher Vorteilhaft. Was da mit Konzepten wie intelligenten Zählern zu machen ist bleibt ab zu warten.

Ich habe aktuell nicht in EON investiert, behalte sie aber weiterhin auf meiner Watchlist.

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Disclaimer

Alle Artikel in meinem Blog spiegeln nur meine Meinung und Erfahrungen wieder und sind weder eine Anlagenberatung noch eine Steuerberatung noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren.
Alle Informationen auf dieser Seite habe ich nach bestem Wissen und Gewissen ausgesucht aber für die Richtigkeit der gezeigten Informationen kann keine Haftung übernommen werden.

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