Warum Diversifikation so wichtig ist

In dem heutigen Artikel sprechen wir mal über etwas technischeres. Das Thema heute ist Diversifikation. Jeder spricht davon und jeder diversifiziert aber warum machen wir das eigentlich?

Intuitiv ist eigentlich klar warum. Wenn man zwei Aktien aus verschiedenen Branchen hat können sich kurzfristige Schwankungen gegenseitig ausgleichen. Betrachten wir einmal den folgenden Fall:

Angenommen ich habe ein fiktives Depot mit zwei Aktien. Eine meiner Aktien ist aus der Tourismus Branche und die andere aus der Technologie branche. In der aktuell nicht ganz so fiktiven Corona krise brechen jetzt die Umsätze der Tourismus Aktie ein weil alle Leute zuhause bleiben müssen. Aus dem gleichen Grund steigt aber der kurs der Technologie Aktie weil die Leute zuhause bleiben und gleicht den anderen Kursverlust aus.

Korrelationen?

Ein wichtiges Thema über das wir dabei reden müssen ist korrelation. In dem gerade besprochenen Beispiel ist offensichtlich, dass es nicht hilft zwei Aktien aus der Tourismus Branche zu haben weil wenn der eine Kurs fällt in den meisten fällen auch der andere Kurs fällt. Das nennt man positive Korrelation.

In dem Beispiel von gerade hatten wir das genaue Gegenteil davon: Negative Korrelation. Das bedeutet wenn die eine Aktie fällt steigt die andere. Für diversifikation ist das das optimale Szenario aber in der realen Welt leider nicht wirklich umsetzbar. Sehen wir uns das ganze mal im Chart an.

Simulierter Aktienkurs mit einer Volatilität von 10%.

Dazu habe ich einfach einen fiktiven Aktienkurs simuliert der um einen bestimmten Prozentsatz steigt und zusätzlich eine Volatilität von 10% hat. Wenn wir jetzt die beiden Aktien in unserem Depot betrachten ergibt sich folgendes Bild:

Simulierter Aktienkurs von zwei Aktien mit perfekter negativer Korrelation. Zur Besseren Übersicht ein bisschen rein gezoomt.

Wann immer die eine Aktie nach oben schwankt schwankt die andere Aktie um den gleichen Betrag nach unten. Wenn man jetzt unser Gesamtdepot betrachtet, dass aus der Summe der beiden Aktien besteht sieht man folgendes:

Entwicklung des gesamten Depots als Funktion der Zeit

Das Depot steigt komplett ohne Schwankungen. Wir haben das Perfekte Depot erschaffen mit dem wir ganz ohne Risiko gewinn machen können. Schade, dass wir diese beiden Aktien nicht in der Realität kaufen können.

Nachdem wir jetzt geklärt haben was wir erreichen wollen können wir uns angucken wie wir das in einer realistischeren Situation erreichen können. Hier setzen wir nicht darauf Aktien zu finden, die perfekt negativ korreliert sind. Stattdessen versuchen wir einfach genug Aktien zu finden die überhaupt nicht miteinander Korreliert sind. Das soll heißen die Schwankung der einen Aktie (Branche) hat nichts mit den Schwankungen der anderen Aktie (Branche) zutun. Das bedeutet die Schwankungen gleichen sich nicht genau aus. Manchmal verstärken sie sich sogar. Wenn wir aber genug unkorrelierte Aktien in unser Depot kaufen können wir sehen, dass die Volatilität des Gesamtdepots immer weiter abnimmt.

Entwicklung des Gesamtdepots mit einer bis 20 Aktien unter der Annahme, dass sich alle Aktien gleich entwickeln mit unkorrelierter Volatilität von 10%.

Es ist eindeutig sichtbar, dass die Schwankungen in dem Depot mit 20 unkorrelierten Aktien noch da sind. Sie sind aber deutlich kleiner als wenn wir nur eine Aktie im Depot hätten. Deswegen diversifizieren wir also indem wir unkorrelierte Aktien kaufen und in unser Depot legen. Ein guter Ansatz ist dabei Aktien aus unterschiedlichen Branchen zu kaufen.

In einer realen Situation gibt es immernoch Korrelationen. Dann wird die Situation deutlich komplizierter. Das sehen wir uns dann im nächsten Artikel an.

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1 Antwort

  1. 4. Juni 2020

    […] wir uns also mal die Portfolios aus dem letzten Artikel unter diesen Gesichtspunkten angucken ergibt sich folgendes […]

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